Mediation - Einführendes


                                                                                                     Anne Frank


 

Dem Zitat Anne Franks folgend, lernt man sich erst im Streit kennen. Womit zwei Möglichkeiten beschrieben sind:

  • Zum einen: die dunkle Seite eines Konflikts. Im Sinne des buchstäblichen »Sie-werden- mich-kennenlernen!« - meint: KONFRONTATION - Ihre Sprache ist kriegerisch, eine Sprache des Verlustes. Man verliert die Fassung, die Haltung, das Gesicht. Und wer die »Arena« als Verlierer verlässt, auch den Konflikt. Wir bringen uns in Stellung, ohne ernsthaft Stellung zu beziehen. Rüsten zu Wortgefechten, um uns gegenseitig zu entrüsten. Wir behaupten unsere Position, wie auch im Recht zu sein. Und die Gegenseite tut es uns gleich. Ein vertraktes Nullsummenspiel.

  • Zum anderen: positiv gewendet, können Konflikte durchaus befreiende Wirkung entfalten. Eine Art Karthasis - das »reinigende Gewitter«. Ein empathisches »Sich-Kennenlernen« im konstruktiven Konfliktaustrag. Wenn Perspektiven er-weitert, Verständigung wieder möglich wird, ja sich gar zu Verständnis wandelt.


  • Das ist KOOPERATION. Jedoch gelingt sie nur, wenn die Atmosphäre (das Setting) des Konfliktaustrags von Transparenz getragen (also nach innen offen) und Diskretion zugesichert (also nach außen geschlossen) ist. Kooperation verlangt Mut. Wir müssen uns trauen, (um) einander zu vertrauen.
  • Ferner, wenn die Lösung den beider- seitigen Vorteil im Sinne eines »Sowohl-als-auch« (Win-Win) und nicht im Sinne von »Entweder-oder« (Win-Lose) sucht. Die Protagonisten im Lösungsverfahren also nicht konfrontativ und kompetitiv mit offenem Visier aufeinander losgehen, sondern konstruktiv und kooperativ auf-einander zu- und eingehen.

 




Rekapitulieren wir:

  • Konflikte sind produktiv, weil sie uns dort weiterbringen, wo wir ohne uns ihnen zu stellen, in (statischer) Resignation verharren würden. Im Sinne von: »Das bringt doch alles nichts«.
  • Und weiter: Konflikte sind dann produktiv, wenn ihr Austrag Ertrag bringt, weil Kräfte die zuvor gebunden waren, sich lösen, frei-gesetzt werden, durch das sprichwörtlich: »reinigende Gewitter«.

 

       Mediation bewegt - ist bewegend!

 


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GERICHT oder MEDIATION?


  • Für welche Form der Konfiktlösung Sie sich entscheiden, sollten Sie vom Kontext abhängig machen, in dem sich der Konflikt ereignet. Handelt es sich um eine Konstellation, bei der Ihnen daran gelegen ist, die Beziehung zu der Partei mit der Sie streiten, weiter aufrecht-erhalten zu wollen, so empfiehlt sich eine Mediation.
  • Warum? Ein Gerichtsverfahren formuliert die Modalitäten der Lösungssuche strikt nach den Kriterien des »Entweder-Oder«. Sprich: Sie gewinnen vielleicht den Prozess, verlieren aber mit hoher Wahrscheinlichkeit den Bezug zur anderen Partei. Sollten Sie auch den Prozess verlieren, tragen Sie den doppelten Verlust.



Mediation lässt tief blicken


  • Mediation gibt den Konfliktparteien den  Raum, sich ihrer eigentlichen Interessen bewußt werden zu können. Diese dürfen Sie im Mediationsverfahren in ihren eigenen Worten ausdrücken und müssen nicht befürchten, dass ihr Anliegen auf formale Rechtspositionen reduziert und von einem oftmals schwer verständlichen (Fach-) Jargon verfremdet und aus dem Zusammenhang gerissen wird.
  • Es werden im Mediationsverfahren keine Anspruchsgrundlagen gesucht, die Fehlverhalten aus der Vergangenheit reglementieren, oder gar sanktionieren sollen.

      Mediation blickt unter die Oberfläche

 

      Mediation - Keine Sorgenfalten mehr!

  • Die Mediation blickt nach vorne und unter die Oberfläche, um die wahren Konfliktursachen zu eruieren und sucht nicht wie die juristische Methode ober-flächliche Rechtspositionen auszuloten. Mediation orientiert sich an der erfolg-reichen Lösungssuche und nicht an der Autorität des Rechts oder der Rechts-prechung.


  • Sie sollten sich an dieser Stelle des kleinen aber feinen Unterschieds von Positionen und Interessen gewahr werden. Behandeln wir Positionen, wollen wir die Frage beantworten: »Was wollen Sie?« - Antwort: »X«.
  • Geht es um Interessen suchen wir eine Antwort auf die Frage: »Warum wollen Sie X?«. So gelangen wir an das Interesse, charmanter: das Bedürfnis hinter einer Position und eröffnen somit Verhandlungsspielräume, bzw. Möglichkeitsräume für gegenseitiges Verständnis und zukunftsorintierte Lösungsansätze.


Sie befinden sich aktuell in einer Konfliktsituation? Kontaktieren Sie uns. Gemeinsam werden ihn lösen!